Vom Lehrling
zum Meister
im eigenen Betrieb

Vom Lehrling <br> zum Meister <br> im eigenen Betrieb
 Jungunternehmer 2.0 (Foto 2008)

Jungunternehmer 2.0 (Foto 2008)

Anfang 2006

Vorbereitung zu EYES ON DETAIL

Das Bundesheer befand mich für untauglich, und so hatte ich Zeit, meinem Traum Konturen zu verpassen.

Durch meine Kontakte aus der UNICOM Zeit ergaben sich die ersten potenziellen Kunden, und so plante ich sechs Monate lang, was ich bereits mit 12 Jahren geübt hatte: Wie macht man mit Visitenkarten (und Anderem) genug Geld, um davon Leben zu können.

Ich erntete viel Skepsis. 11 Jahre später blicke ich mit Verständnis und Humor auf meine Zweifler.

 Einzelanfertigung in Silber eines Juweliers zum dreijährigen Jubiläum von EYES ON DETAIL im Jahr 2009

Einzelanfertigung in Silber eines Juweliers zum dreijährigen Jubiläum von EYES ON DETAIL im Jahr 2009

 

Anfang 2006

Neugründer auf Wohnungssuche

Auf die Frage nach meiner Berufstätigkeit hätte sich mein Vermieter damals sichtlich eine andere Antwort gewünscht. Ich erklärte ihm gerade von meiner baldigen Selbstständigkeit, da sah ich bereits die Panik um bevorstehende Mietausfälle in seinen Augen aufleuchten.

Ich bot ihm an, die Miete für ein Jahr im Vorhinein zu bezahlen, wenn er im Gegenzug eine Miete Nachlass gewähren würde. Die fleißige Zeit während der Schule hatte sich bezahlt gemacht: Eine Überweisung von elf Monatsmieten später zog ich gemeinsam mit meinem Freund Thomas Sacher in die Herrenstraße 5 ein. 

 Ohne Geld — dafür mit umso mehr Idee — gestalteten wir unsere erste Wohnung

Ohne Geld — dafür mit umso mehr Idee — gestalteten wir unsere erste Wohnung

Unser gemeinsames Credo zur ersten Wohnung: Für die gemeinsame Einrichtung geben wir keinen Cent aus. Kuriose Fundstücke und geschenkte Möbelstücke prägten diese einmalig bunte WG.

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1. Juni 2006

Der Sprung ins kalte Wasser

Ich gründete am 1. Juni 2006 mein Einzelunternehmen unter der freien Bezeichnung EYES ON DETAIL. Die ersten Aufträge kamen herein, und ich verbrachte 60 bis 70 Stunden pro Woche damit, zu arbeiten und gleichzeitig zu lernen. Für meinen Aufgabe als Jugendleiter blieb ebenfalls noch Platz.

Auftrag für Auftrag versuchte ich, meine Kompetenzen schrittweise auszubauen. Mit der Zeit gestaltete ich Logos, Visitenkarten und Prospekte und war routiniert in der Auftragsabwicklung und Produktion.

 

2006 bis 2012 

Querschnitt durch meine Arbeiten

 

2007 

Umzug und Kidnapping

Im Dezember 2007, ich war gerade erst umgezogen in die Coolinstraße, veranstalteten ein Freund und ich einen Punschstand der besonderen Art. Kurzerhand fakten wir Kidnapping. Unser Opfer: Das Christkindl.

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Weihnachtlich gestalteten wir das Entführerschreiben / den Flyer. Wir organisierten Bierbänke und Stehtische und schanken an diesem Abend so einige Liter Punsch an unsere über 50 Gäste aus.

Schlußendlich konnte das Christkind dann doch befreit werden. Den Reinerlös spendeten wir.

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Flyer

Hier wurde mir nie langweilig. Entweder ich konnte zur Hand gehen, oder ich bastelte an meinen eigenen Ideen. Besonders stolz war ich, als ich 2001 die Zertifizierung zum Apple Product Professional ablegen durfte. 

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17

Mein bis dahin größtes Projekt: Ein neuer Schulprospekt

Alle waren aufgeregt; der Augenblick war nah: Bald sollten wir Block gegen Notebook tauschen. Es gab Schulangebote von Gericom, Empfehlungen unserer Professoren und eine Richtlinie: Windows. Mein heiß ersehntes Power Book G4 passte da so gar nicht ins Konzept.

 Mein PowerBook G4 und ich (2002)&nbsp;

Mein PowerBook G4 und ich (2002) 

Als meine Begeisterung für Gestaltung durch meine außergewöhnliche Notebook-Wahl zu unserem Herrn Direktor durchgedrungen war, kam er auf mich zu: 
Er würde gerne den Schulprospekt neu gestalten; ob ich mir das zutraue. Nach einer kurzen Demonstration meiner bisherigen Arbeiten durfte ich mich an die Neugestaltung heranmachen. Gute Noten förderte dieses Projekt zwar nicht zu Tage, aber dafür wußte ich immer genauer, was ich einmal beruflich machen werde.

 Mit vorhandenem Bildmaterial setzte ich in Macromedia FreeHand diesen Schulprospekt 2002

Mit vorhandenem Bildmaterial setzte ich in Macromedia FreeHand diesen Schulprospekt 2002

 

18 bis 20

Nachtwächter und Bürohengst

 In einer 12-Stunden-Schicht muss auch mal Platz für eine Pause ein. Damals schickte ich Barbapapa auf Erkundungstour durch mein Kämmerchen.

In einer 12-Stunden-Schicht muss auch mal Platz für eine Pause ein. Damals schickte ich Barbapapa auf Erkundungstour durch mein Kämmerchen.

Ab meinem 18. Lebensjahr arbeitete ich neben der Schule als Nachtwächter bei Group4 Falck immer freitags von 19.00 Uhr bis samstags um 7.00 Uhr und mittwochs als Sachbearbeiter bei der VKB in der Wertpapierabteilung von 14.00 Uhr bis 18 Uhr.

 

18 bis 28

Jugendleiter auf Clubabenteuer

Schon seit meiner Kindheit besuchte ich die Jungschar / Jugend St. Magdalenas. 2004 fuhr ich zum ersten Mal auf Jungscharlager als Betreuer mit. Was für ein Erlebnis! Eine Woche lang spielen, basteln, Heimweh-Placebos austeilen, Gruselgeschichten erzählen, zwei bis drei Stunden schlafen, aufstehen, in den Essensraum eilen und gierig in eines der fertig geschmierten Honig- oder Marmeladebrote beißen. Unsere Köchinnen und Küche verwöhnten uns vom Frühstück zur Mitternachtsjause. Es war anstrengend, aber jede Minute wert.

 Die letzten Minuten als Zuckerlmänner, bevor eine Horde von 30 Kindern unseren aufgenähten Leckereien nachjagte. Die Angst steht uns berechtigt ins Gesicht geschrieben!

Die letzten Minuten als Zuckerlmänner, bevor eine Horde von 30 Kindern unseren aufgenähten Leckereien nachjagte. Die Angst steht uns berechtigt ins Gesicht geschrieben!

Im selben Jahr übernahmen Christine Kaar und ich die Leitung eines Jugendclubs (ab 13 Jahre), der über 10 Jahre hinweg bestehen sollte. Wir bereiteten die wöchentlichen Clubstunden vor, organisierten Clublager von Salzburg bis Kroatien und halfen bei allen möglichen Veranstaltungen mit.

 Der ÖAMJC (Österreichs Anzigoatige Magdaleninger Jugendclub — Ein gutes Gefühl beim Club zu sein!) am ersten Clublager in Salzburg

Der ÖAMJC (Österreichs Anzigoatige Magdaleninger Jugendclub — Ein gutes Gefühl beim Club zu sein!) am ersten Clublager in Salzburg

 

18 bis 20

Für Schule war kein Platz mehr

 Beatle in the Sky — Composing (August 2004)

Beatle in the Sky — Composing (August 2004)

Neben Beruf, Berufung (schließlich war ich in meiner Freizeit immer noch fleißig am gestalten) und Ehrenamt blieb wenig Zeit für die Schule.

 Der schüchterne Esel — Photographie (Mai 2005)

Der schüchterne Esel — Photographie (Mai 2005)

Im Jahr 2005 beendete ich das Experiment "HAK" mit dem Abschluß der Handelsschule.

 "Nie mehr Schule – keine Schule mehr ... !!!" — 2005 hatte die Qual ein Ende

"Nie mehr Schule – keine Schule mehr ... !!!" — 2005 hatte die Qual ein Ende

Ab jetzt war ich frei. Und voller Abenteuerlust!